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Die Frage nach den Stärken und Schwächen ist ein alter Hut und zählt trotzdem zu den gefürchtesten Fragen im Vorstellungsgespräch. Interessanterweise haben viele Bewerber trotzdem keine Antwort auf die Frage parat, obwohl sie so vorhersagbar ist. Denn die Frage nach den Stärken und Schwächen begegnet Bewerbern mit hoher Wahrscheinlichkeit, wenngleich in unterschiedlichen Gewändern: mal ganz klassisch wie »Nennen Sie doch bitte drei Stärken und drei Schwächen« oder auf der Metaebene anspruchsvoller formuliert wie »Wenn ich Ihren Chef fragen würde, was Sie gut können und was Sie noch lernen müssen, was würde er mir sagen?«
Viele Menschen sind unsicher bezüglich ihrer Stärken und Schwächen, was nicht selten zu floskelhaften Antworten oder sogar schlicht falschen und für den Bewerber nachteiligen Statements führt. Offenbar fällt es leichter, Beispiele aus Bewerbungsratgebern zu übernehmen, als die eigenen Lernfelder zu ergründen. Wir möchten Ihnen von Standardratschlägen, Floskeln und Platitüden bei der Beantwortung dieser Frage ganz deutlich abraten, denn Floskeln werden Ihnen nicht gerecht und schaden Ihnen außerdem.
Die Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Lernfeldern gelingt nicht in fünf Minuten, aber es lohnt sich, authentische und gleichermaßen souveräne Antworten zu haben. Und wenn Sie allein nicht weiterkommen, weil Sie selbst im wahrsten Sinne des Wortes »zu nah an sich dran sind«, dann kann professioneller Rat helfen.
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